Re: Mortiges Plattenkiste aktuell: Mortification

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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell: Mortification

Beitragvon mortige » So 19.Jun 2011, 22:21

Edit 2015
Sampler Reviews:
Antestor - alt und milde
Checka - Musig us de schwiiz(oder met schwiizer), wo am checka gfallt
Freiburger - forgotten unblack relics


Diese Idee spukt mir schon seit längerem im Kopf herum. Viele meiner Platten haben inzwischen Staub angesetzt, weil ich sie irgenwann auf die Festplatte gezogen habe. Um sie wieder vom Staub zu befreien, dachte ich mir verbinde ich dass doch mit einer musikalischen Erinnerungsreise und lasse euch daran teilnehmen. Ich werde also Alben in (un-)regelmässigen Abständen reviewen.Und das werden nicht nur Metalalben sein. Keine Angst alte Normal Generation oder Hillsongs Cds sind nicht dabei. Hier als Vorgeschmack zwei Kritiken, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe.
Ach ja, eins noch : Kommentare,Lob und Kritik sind ausdrücklich gewünscht !
Hoffe euch macht das genauso viel Spass wie mir.

As I Lay Dying – an ocean beetween us (2007)


Als dieses Album 2007 rauskam, und es in der presse abgefeiert wurde, dachte ich mir höre ich doch auch mal rein.
Und, oh Wonne, die ungekrönten Könige des Metalcore entdeckten den metal.
Nach dem spannungsaufbauenden Intro geht’s auch direkt mit ‚nothing left’ los.
Mit einem prägnanten Riff unterlegt, dass sich direkt ins Gehirn fräßt, machen die Mannen um tim lambesis keine gefangenen. bemerkenswert sind die clean Vokals vom Bassisten (?). Gefällt mir im vergleich zu den Vorgängern sehr, dieser Kontrast zur auf Dauer doch sehr eintönigen stimme von Lambesis. Der Titeltrack donnert gleich mit himmlischem :-) tempo los. doppelstimmige, melodische Gitarren in bester Maiden Manier.
‚Within destruktion’ ist fast mein Liebling. Was für ein Gitarrenbrett ! die Drums knallen im Hintergrund alles weg .Dazu der total angepisst klingende Tim Lambesis .Hier wird kaum Zeit zum Luftholen gelassen. ‚Forsaken’ und ‚comfort betrays’ drücken auch ziemlich aufs tempo. ‚I never wanted’ kommt da schon eher ruhig gediegen daher.
Beginnt mit leisen Gitarren und hintergründigem Gesang. Dann setzen die Gitarren ein, wechselnde Screams /clean Vocals, In der Mitte dann sogar Breakdowns.
das bleiben aber immer nur kurze Aggressions- Ausbrüche, eingewebt in ein Melodien Korsett.
In dem Stil geht es weiter. ‚this is who we are’ ist dann der Schlussakt.
Die Chor Fraktion empfindet das Album wahrscheinlich als eher langweilig und Rückschritt im Gegensatz zu den Vorgängeralben , aber nicht zu Unrecht hat die Scheibe in diversen ‚Magazinen vordere Plätze erreicht.
AILD funktionieren Ihren Stil von der wütenden Splitterbombe zur präzisen Cruise Missile die mit ihren präzisen Attacken genau ins Herz trifft.
Musikalischer Abwechslungsreichtum, gepaart mit variablem Gesang, tiefsinnigen Texten und einer fetten Produktion machen ‚an ocean beetween us’ zu einem modernen Klassiker.
AC/DC – back in black (1980)

AC/DC. Vier Buchstaben die alles erklären. 38 Jahre Bandgeschichte. 14 Studialben, ich bin mit der Back in Black eingestiegen, ist noch nicht so lange her.
Auf jeder Studentenparty bis zum Erbrechen gespielt, aber trotzdem sind AC/DC mehr als ‚Highway to hell’ oder ‚thunderstruck’. Ich kann sie in fast jeder Lebenslage hören.
Gleich der Anfangstrack ‚hells bells’ ist einer der einer bekanntesten der Hardrocker um die gebrüder Young. Los geht’s mit Glockengeläut, bevor Angus dann mit seiner Gitarre einsetzt, leise Beckenschläge erklingen und Brian Johnson mit seiner stimme das würdige Erbe von Bon Scott antritt.
Weiter geht’s mit ‚shoot to thrill’. Auch wieder ein typischer AC/DC Rocker. Simples Gitarrenriff, tolle Rhythmus Arbeit, Solo, fertig.
‚what you do for money’ und ‚givin the dog a bone’ schlagen genau in die gleiche kerbe.
‚let me put my love’ ist dann eher ruhiger, aber mit einem richtig coolen Riff gesegnet.
Der Titeltrack : was für ein Wahnsinnsbeginn !! Dann rotzt Brian Jonson los und man spürt förmlich die mühsam unterdrückte Wut angesichts der Machtloßikeit gegenüber manchen Situationen.
Defintiv einer der Höhepunkte der Scheibe, auch wenn man weiß, worauf er anspielt.
‘Have a drink on me’ und ‘shake a leg’ sind dann wieder typische AC/DC Nummern.Ich höre bei den Gitarrenläufen sogar ein bischen Blues herraus.
‚Rock n roll aint no pollution’ ist dann zum Schluss noch mal ein toller Groover.
Also vergesst Black Ice, das hier ist das Klassiker Album mit Brian Johnson !Hier haben AC/DC ihr 80er Meisterwerk geschaffen.
Anspieltipps : shoot to thrill, let me put my love into you babe
Zuletzt geändert von mortige am Mi 31.Okt 2018, 19:58, insgesamt 19-mal geändert.
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Re: Mortiges Plattenkiste

Beitragvon Frost » So 19.Jun 2011, 23:50

Zum AILD Review... Geht soweit mit meiner Meinung konform, aber könntest du dich noch etwas ausführlicher über die Produktion äußern? Würde mal wissen wollen, was du denkst... ;)
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Re: Mortiges Plattenkiste

Beitragvon mortige » Mo 20.Jun 2011, 23:46

ist von adam dutkiwiewicz.
knallt halt, moderne produktion.
bin jetzt nicht so der prouktion fetischist.hab dafüt auch nicht die audio austattung.
wie findest du sie ?
sonst gehts hier mittwoch weiter.
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Re: Mortiges Plattenkiste

Beitragvon Frost » Di 21.Jun 2011, 0:18

mortige hat geschrieben:ist von adam dutkiwiewicz.


Die Produktion? Macht das Lambesis nich selber?

mortige hat geschrieben:wie findest du sie ?


Hmm. Eigentlich nicht so toll. Das Album hat ziemlich viele tolle Songs, aber es ist doch total überproduziert. Knallt meiner Meinung nach überhaupt nicht. "Shadows Are Security" ist mein Favorit, was Songs und Porduktion angeht, ballert einen richtig weg, man bekommt richtig Lust, mitzugehen. AOBU reißt mich in der hinsicht gar nicht mit. Zum Glück gehts später wieder in Richtung "praller". Ich find, es klingt so blechern...

Trotzdem meine 2.meistgehörte AILD Scheibe!

mortige hat geschrieben:sonst gehts hier mittwoch weiter.


Gogogo! :mrgreen: Verrätste auch, mit was? ;)
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Re: Mortiges Plattenkiste

Beitragvon Quellecair » Di 21.Jun 2011, 7:35

Hmm, und niemand äussert sich zu "Back in Black", nach Michael Jacksons "Thriller" das zweitmeistverkaufte Album der Welt und somit das meistverkaufte Album einer Band, sowie das erfolgreichste Rockalbum aller Zeiten? Heieiei... :shock:
Ich finde, mortige, du hast eigentlich schon alles gesagt. Den Blues hört man m.e. allerdings praktisch durchgehend, auch wenn meistens subtil und manchmal etwas prägnanter. Als Anspieltipps würde ich aber die ganze Platte empfehlen :wink:
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Re: Mortiges Plattenkiste

Beitragvon mortige » Di 21.Jun 2011, 12:17

christen forum halt.vielleicht ist es zu sehr hardrock ?
oder wirken da noch die christlichen klischees nach ?
na klar kannste das ganze album als anspieltipp geben.
aber hells bells, back in black und you shook me all night long kennt halt jeder oder solle jeder kennen.
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Re: Mortiges Plattenkiste

Beitragvon Quellecair » Di 21.Jun 2011, 14:01

mortige hat geschrieben:christen forum halt.vielleicht ist es zu sehr hardrock ?
das sollte keine rolle spielen, finde ich. jeder ernstzunehmender metalhead sollte dieses album kennen, punkt.
oder wirken da noch die christlichen klischees nach ?
nun gut, hells bells hat ja nicht gerade einen erbauenden text... :wink:
tue mich auch immer wieder schwer damit, gewisse stücke von ac/dc zu hören (bin damit aufgewachsen, highway to hell war sozusagen meine erste "metal" scheibe, lange bevor ich christ wurde...). aber das schmälert ihre musikalischen qualitäten deswegen nicht.
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Re: Mortiges Plattenkiste

Beitragvon mortige » Di 21.Jun 2011, 16:35

ich werde auch noch ne scheibe mit bon scott reviewen.
aber hier erst mal einm weiterer Meilenstein, den die meisten kennen dürften.
Nachdem ich sie gestern ungefähr 3 Minuten auf der Bühne gesehen habe :

Stryper – Soldiers under Command (1985)

Bild

26 Jahre hat dieser Klassiker des White Metals bereits auf den Rillen. Die frommen Bibelwerfer gründeten sich 1981.
Vier Jahre später brachten sie dann Ihr Debüt Album heraus. Auf SuC regiert typischer 80er (Glam-) Metal.
Der Titeltrack geht gleich in die vollen. Ox Fox und Michael Sweet an den Gitarren riffen wie die Irren, Robert Sweet sorgt mit Tim Gaines für die straighte Rhythmus Arbeit. Ox Fox haut dann noch ein schönes Solo raus. Sicherlich eines der Highlights auf der Scheibe und bis heute einer Höhepunkte der Bienen im Live Set. Beim nächsten Song ‚makes me wanna sing’ denk ich an ein Worship Lied in einer Metal Version. Geil der Schrei von Sweet am Ende des Songs.
:Together forever’ beginnt mit together forever, dann steigen die Gitarren ein und Michael sweet zeigt mit seinem Gesang was er kann. Cool der Do-Waap-Do-Waap Chrorus. Einfach ein schöner Rocker, in der Mitte mit einem tollen Fox Solo veredelt.
Bis hierhin ohne Schwächen kommt für mich ein kleiner Bruch mit ‚First Love’. Eine kitschige Keyboard Ballade, bei der die ganzen kleinen Mädchen in Tränen ausbrechen, pfui. Zum Glück geht’s mit ‚the Rock that makes me roll’
und ‚reach out’ wieder deutlich aufwärts. Obwohl ich bei reach out den poppigen Chorus nicht so mag. Einsetzende Keys bei ‚Waiting for a love’, die dann von der Gitarre abgelöst werden. Hier gefällt mir besonders die Gitarren Arbeit.
Mit ‚together as one’ folgt dann die zweite Ballade des Albums. Diese hier fällt nicht ganz so kitschig aus. Obwohl der Refrain hart an der Schmerzgrenze kratzt.
‚Surrender’ strapaziert dann wieder die Nackenmuskeln. Geile Riffs, toller Gesang macht einfach gute Laune. Das abschließende ‚battle hymn of the republic’ hätte man auch weglassen können. Unterm Strich 3 (teil-) Ausfälle im Gegensatz zu sieben meist bockstarken bis soliden Rockern.
Highlights : Soldiers under command, The rock that makes me roll und surrender.
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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell : Stryper

Beitragvon Quellecair » Di 21.Jun 2011, 17:42

schön geschrieben! das mit den ausfällen sehe ich auch so. persönlich gefällt mir von den ersten 4 alben "to hell with the devil" am besten, bringt meiner meinung nach ihren typischen sound am besten zur geltung, ist zudem auch (für damalige verhältnisse, versteht sich) optimal produziert.
dennoch finde ich nach wie vor "against the law" die beste stryper scheibe...
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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell : Stryper

Beitragvon mortige » Di 21.Jun 2011, 20:48

Danke, schreibe seit 2 Jahren, aber jetzt dachte ich mir stellste das mal hier rein.schade dass es nur dich und den frost zu interessieren scheint.
ich hab nur diese Stryper. so, wir bleiben in den 80ern.Im Forum hab ich immer so ne latente Thrash Antipathie wahrgenommen und dagegen muss man doch was unternehmen. Schließlich bezieht sich fast die gesamte Death- und Black Szene auf Sodom, Kreator Slayer und einige mehr.
Also bitte Ring frei für :
Metallica – Kill’em all (1983)
Bild

Metallica – Kill’em all (1983)

Wir schreiben das Jahr des Herrn 1983 nach Christus.
Das härteste was die Metal Szene bis dahin gehört hatte, waren Motörhead und vielleicht noch Venom.
Das Vorab Demo hatte schon mächtig Staub aufgewirbelt, aber das Debüt Album schlug ein wie eine Bombe.10 Vorschlaghämmer, zielsicher in die Magengrube.
Was die Herren Hetfield, Ullrich,Hammet und Burton hier abzogen, ließ die Bangerschaft aufhorchen.
‚Hit the lights’ schießt dir gleich sämtliche Lichter aus, so wütend kommt der aus den Boxen.
‚The four Horsemen’ ist dann schon mit versierten Riffs gespickt, aber wird über seine sieben Minuten lang kein bisschen langweilig. Hier komponierte Dave Mustaine mit, der dann noch vor den Aufnahmen aus der Band flog, um daraufhin seine eigene Band Megadeth zu gründen.
‚Motorbreath’ und ‚Jump in the Fire’ sind dann wieder knallharte Thrash Attacken, die die Nackenmuskeln massieren. Grade am Ende zeigt Mustaine noch mal, was für ein begnadeter Gitarrist er ist.
Nach dem ultimativen Basssolo des famosen Cliff Burton wird bei ‚Whiplash’ erneut die Kauleiste poliert.
Grade diese Unerbittlichkeit, mit der hier Ullrich mit seinen Drums den Song vorran treibt und Hetfield und Hammet alles zerschreddern ist groß.
‚Phantom Lord’ weißt dann wieder tolle Riffs von Mustaine auf und erinnert im Mittelteil mit seiner Melodie an spätere Großtaten.
‚No Remorse’ stampft dann über sechs Minuten alles nieder, der letzte von vier Song unter Mustaines Beteiligung.
Wer noch nie bei ‚Seek and Destroy’ auf der Tanzfläche stand, die Haare kreisen ließ und mit gereckter Faust immer wieder Seek and Destroy brüllte, bis die stimme heiser wird, hat nicht gelebt, Punkt. All Time Klassiker.
Mit Metal Militia kriegt man noch mal einen fetten Tritt verpasst, bevor es dann mit Marschstiefel Geräuschen zu Ende geht.
Gemeinhin wird das Album ja immer im Schatten der Nachfolger gesehen, aber grade dieser räudige und ungeschliffene Charme, diese Bolzerei, die die pure Energie freisetzt, gefällt mir besonders gut. Dazu klang Hetfield auch dermaßen angepisst und wütend. Super !
Da freu ich mich auf das Konzert nächste Woche.
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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell : Stryper

Beitragvon Quellecair » Mi 22.Jun 2011, 11:59

mortige hat geschrieben:Schließlich bezieht sich fast die gesamte Death- und Black Szene auf Sodom, Kreator Slayer und einige mehr.
würd ich auch meinen :wink:

Wer noch nie bei ‚Seek and Destroy’ auf der Tanzfläche stand, die Haare kreisen ließ und mit gereckter Faust immer wieder Seek and Destroy brüllte, bis die stimme heiser wird, hat nicht gelebt, Punkt. All Time Klassiker.

yeah!!! einer der geilsten metaltracks ever!

Gemeinhin wird das Album ja immer im Schatten der Nachfolger gesehen, aber grade dieser räudige und ungeschliffene Charme, diese Bolzerei, die die pure Energie freisetzt, gefällt mir besonders gut.
ich denke, das ist primär eine produktionstechnische angelegenheit. der nachfolger "ride the lightning" war diesbezüglich halt schon eine kante wuchtiger und stand dem erstling auch von den songs her in nichts nach. was "kill 'em all" einfach auszeichnet ist die tatsache, dass es einfach eines der grossartigsten debuts ist. hand aufs herz: welches debut hat denn schon die "perfekte" produktion?
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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell : Metallica

Beitragvon mortige » Mi 22.Jun 2011, 12:57

ist natürlich auch eine Frage des Jahrzehnts. da klingt ne 80er Produktion für manche deutlich schlechter als ne 90er oder ne 00er.
sonst keine Reaktionen ? :cry:
egal jetzt gibts neues Futter :
Becoming the Archetype – Terminate Damnation (2005)
Bild

Mit düsteren, verstörenden Orgelklängen beginnt Terminate Demnation, das Debütalbum von Becoming the Archetype.
‚Into oblivion’ und ‚one man parade’ läuten dann direkt mit fetten double bass Attacken die musikalische Richtung ein.
Erst wird man von den Gitarrensalven nieder gemetzelt, bevor man dann vom Slow Motion Panzer platt gewalzt wird.
Progressiver Death metal der doch nie den Hang zum melodischen verliert. Auch die akustischen Passagen machen das Album zu etwas besonderem. an die vielen Breaks und das varieren des Tempos muss man sich erst gewöhnen, ich finde die Songs aber sehr gut nachzuvollziehen und dadurch auch abwechslungsreicher. Auch der variable Gesang trägt dazu bei. elegy ist ein epischer Longtrack, der ab der Mitte von einem traurigen piano solo getragen wird. zum ende wird es wieder etwas heftiger. nach dem akustischem Zwischenspiel night’s sorrow . machen auch die nächsten beiden Tracks mächtig dampf.
No fall too far ist dann ein atmosphärisch düsterer Stampfer.
Nach dem instrumental ‚denoument’ beschließt ‚the trivial paroxysm’, in dem Becoming the Archetype noch mal alles zeigen von den treibenden Doublebass Passagen über melodische Akustik Zwischenparts bis zu den vertrackten Gitarrenriffs ein ausgezeichnetes Album.
Für mich ist ‚Terminate Damnation’die beste Scheibe der Amerikaner. Das fängt beim tollen Cover von Dan Seagrave an und hört bei den ausgefeilten, auf höchstem technischen Niveau stehenden Songs auf. In die Nachfolger hab ich immer mal wieder reingehört, konnten mich aber nicht überzeugen.

Anspieltipps :
- into oblivion

- the trivial paroxysm
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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell : Becoming the Archetype

Beitragvon mortige » Mi 22.Jun 2011, 20:33

als nächstes gehts hier mit ner Platte weiter, die auch vielen ausm Forum gefallen dürfte.
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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell : Becoming the Archetype

Beitragvon mortige » Do 23.Jun 2011, 14:13

Blind Guardian – Imaginations of the other Side (1995)

Bild

Die Scheibe hab ich mal für 2,50 mitgenommen. BG leg ich eigentlich selten auf.
Der Titeltrack pustet aber gleich mal den Staub aus den Ohren. Das Wechselspiel zwischen den rasend schnellen Strophen und dem hymnischen Refrain bestimmt das Album. Speed Attacken wechseln sich mit Bombast ab.
Genau so geht es in ‚I`m alive’ und‚the script for my requiem’ weiter. Dabei fällt besonders das knallharte Drumming von Thomen Stauch auf. Darauf bauen dann die Gitarren auf, hier wird alles niedergebrettert. Der hypnotische Chorus lässt einen dann kurz luftholen, bevor man dann wieder an die Wand gedrückt wird.
‚A past and future secret’ ist dann ein verträumter Akustik Song und man kann sich förmlich nach Avalon reinversetzen.
Das Gegenstück ‚Mordreds Song’ ein von schönen Melodien und Akustik Gitarren durchwebter Song, leitet über zu ‚Born in the morning hall’ toll auch das Solo von Olbrich.
Dieser nimmt dann wieder Geschwindigkeit auf.Super wie zwischendurch das Tempo varriert wird.
In ‚bright eyes’ tauchen dann sogar Keyboard Motive im Hintergrund auf.
‚Another Holy War’ galoppiert dann wieder durch die Prärie wie nichts gutes. Die uptempo Strophen wechseln sich genial mit dem Mitsing Part im Refrain ab.
Mit ‚the story ends’ werden noch mal alle Merkmale zitiert und schließt vielleicht das Referenzwerk im deutschen Power Metal.
Übrigens auch eine ausgezeichnete Gesangsleistung von Hansi Kürsch, der den Songs noch mehr Stimmung verleiht.
Hier hat man neben ausgezeichnetem Songwriting auch einen Spielfluss, wo es beim Nachfolger schon teilweise zerfahren wirkte.
Anspieltipps :
Imaginations from the other side

Mordreds Song
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Re: Mortiges Plattenkiste aktuell : Blind Guardian

Beitragvon mortige » Do 23.Jun 2011, 17:50

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