Last Minute-Weihnachtsgeschichte 2015

In diesem Forum kannst du deine selbstgeschriebenen Liedtexte sowie Gedichte posten. / In this forum you can post your selfmade lyrics as well as your poems and tales.

Last Minute-Weihnachtsgeschichte 2015

Beitragvon Abed-Nego » Do 24.Dez 2015, 22:32

Viel Spass beim Lesen wünsch' ich und frohe Festtage Allen!



Jesus besucht unser Dorf!
(Beinahe) eine Weihnachtsgeschichte


Hallo.
Ich heisse Peter.
In drei Monaten werde ich 16 Jahre alt. Ich wohne in einem Dorf namens Hintertobelwald. In diesem Dorf passieren etwa genauso viele aufregende Dinge, wie sein Name es verspricht. Zumindest bis vor ein paar Wochen war es so.

Es begann in etwa Mitte November, und zwar an einem Sonntag-Mittag.
Meine Eltern kehrten vom Sonntagsgottesdienst aus der Kirche zurück, den sie regelmässig besuchen. Ich zog es wie immer vor, auszuschlafen. Es war also ganz normaler Sonntag. Deshalb schenkte ich auch dem Gespräch am Mittagstisch keine allzu grosse Beachtung. Ich war schliesslich noch müde. Aber ich registrierte zumindest, dass da in der Kirche etwas Aussergewöhnliches vorgefallen sein musste. Mein Vater kicherte ständig, meine Mutter wirkte etwas genervt. Frau Künzli, die Bäckersfrau, sei in der Kirche vor der Predigt aufgestanden und habe von einem seltsamen Traum erzählt, den sie in der vorangehenden Nacht gehabt hatte. In diesem Traum habe Jesus zu ihr gesagt, dass er sehr bald unser Dorf besuchen werde.
Das Gespräch meiner Eltern schwenkte ab von Frau Künzli’s Traum zu Frau Künzli’s sonstigen Gewohnheiten, und dass es immer schlimmer werde mit ihren Marotten, seit sie und ihr Mann den Laden aufgeben mussten.
Das Thema war bei meinen Eltern dann rasch abgehakt und man widmete sich dem Sonntagsbraten und der dringenden Frage, wie viele Hausaufgaben ich heute noch zu erledigen hätte.

Zwei Tage später hat mir Toby, einer meiner besten Freunde, auf dem Nachhauseweg von der Schule anvertraut, dass er am Wochenende einen sehr komischen Traum gehabt habe, der ihn seither nicht mehr loslasse. Er habe geträumt, dass Jesus unser Dorf sehr bald besuchen würde.
Toby ist kein Spinner. Auf ihn kann man sich verlassen. Ich fragte ihn, ob er das mit Frau Künzli schon gehört habe. Toby wusste von nichts. Seine Eltern gehen nicht zur Kirche. Ich fragte Toby, wie Jesus im Traum denn eigentlich ausgesehen habe. „Keine Ahnung“, sagte er achselzuckend nach kurzem Nachdenken, „aber ich wusste ganz genau, dass diese Person, die da zu mir sprach, Jesus sein musste.“
Es kam noch besser: Die ganze Woche über hörte ich von den verschiedensten Personen, die denselben Traum hatten, nämlich dass Jesus bald unser Dorf besuchen werde. Je mehr solche Erzählungen die Runde machten, desto mehr konnte man wahrnehmen, wie sich über dem ganzen Dorf eine gewisse Spannung auflud. Auch mich liess das alles nicht kalt, obwohl ich mich schon fragte, wieso denn Jesus ausgerechnet unser Dorf besuchen sollte. Wenn er denn überhaupt kommt.

Was sich dann, so in etwa ab anfangs Dezember ereignete, das nervte gewaltig. Das heisst, zu Beginn fand ich es eher amüsant und war neugierig darauf, was für Blüten diese sogenannten „Träume“ in unserem Dorf noch so trieben. Endlich war mal so richtig etwas los! Doch spätestens, als auch meine Eltern in die allgemeine Hysterie miteinstimmten, wurde es mir zu viel des Guten. Ich nahm mir ganz fest vor, mich da rauszuhalten.
Am ersten Advent nahm der Pfarrer diese ganzen Träume in seine Predigt auf. Ich war dabei. Ausnahmsweise. Denn ich war ja auch neugierig und wollte damals noch auf dem Laufenden sein. In seiner Predigt verkündete der Pfarrer, dass Weihnachten vor der Türe stehe, und dass es aus biblischer Sicht sonnenklar sei, dass wenn Jesus unser Dorf bald besuchen komme, dies unbestreitbar an Heiligabend geschehen müsste. – Das klang ziemlich einleuchtend. Und so waren sich auch alle einig, dass es so sein musste. – Der Pfarrer erklärte dann aufgrund von irgendwelchen Bibelstellen auch, dass bei einer Rückkehr von Jesus ihn alle sofort erkennen werden. – Auch das schien an diesem ersten Advent allen so klar zu sein, wie das Amen in der Kirche.
Hingegen war man sich absolut nicht einig, wo sich denn Jesus zuerst blicken lässt, wenn er unser Dorf besuchen kommt. Ein Teil derjenigen Menschen, die regelmässig zur Kirche gehen, beharrte darauf, dass Jesus zuallererst der Kirche einen Besuch abstatten würde, schliesslich sei die Kirche ja das „Gotteshaus“ des Dorfes. Dieser Meinung schlossen sich auch diejenigen Leute an, die eigentlich gar nichts mit der Kirche oder dem Glauben an einen Jesus am Hut hatten. Sie sagten, ja das töne vernünftig, das sei nicht ihr Bier sondern die Angelegenheit der Kirche. Und Jesus solle auch gleich im Pfarrhaus bei Seinesgleichen wohnen, und nicht etwa im Bed & Breakfast bei Familie Steiner am Tannzapfenweg hinten, weil die momentan sowieso alle Gästezimmer belegt hätten.
Eine grosse Gruppe von Dorfbewohner, zu denen übrigens auch der Pfarrer gehörte, glaubte, dass sich Jesus, wie es doch aus den biblischen Geschichten bekannt war, bei Menschen blicken lässt, die sich eher am Rande der Gesellschaft befänden.
Auch da gibt es in unserem kleinen Dorf mehrere Möglichkeiten: Da ist zum Beispiel die alte Hulda, die in einem kleinen Steinhäusschen am Waldrand wohnt. Die war schon alt, als ich noch in den Kindergarten ging. Das Häuschen ist allgemein als „Hexenhaus“ bekannt, aber wenn wir Kinder die alte Hulda eine Hexe nannten, kriegten wir von den Eltern eine gescheuert. Wir Kindergärtner wussten ja nichts davon, dass Huldas Ehemann vor langer langer Zeit der Förster des Dorfes war und bei einem schweren Unfall ums Leben kam. Seit damals zieht sich Hulda mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Man sieht sie kaum noch im Dorf unten. Als ich alt genug war, und die Eltern mir dies alles erzählten, wich meine Angst vor dem „Hexenhaus“ und ihrer Bewohnerin eher einer Art Mitleid. Als mein Freund Toby, ein paar andere Jungs und ich einmal in der sechsten Klasse die Idee hatten, für die Hulda etwas Gutes zu tun, wurden wir von unseren Eltern forsch zurückgepfiffen; wir sollten die alte Hulda in Ruhe lassen weil sie ja keine Gesellschaft mochte. Jetzt aber, kurz vor Weihnachten und aufgrund eines Traumes vom Besuch von Jesus, beschlossen nicht wenige derselben Erwachsenen, dass es an der Zeit sei, an Weihnachten die alte Hulda in ihrem Steinhäuschen zu besuchen. Sie alle erwarteten, dass sich Jesus definitiv dieser armen Seele von Mensch annehmen würde.
Es gibt aber nicht nur die alte Hulda, da wäre noch die Familie Tabakovic, die einzige Ausländerfamilie in unserem Dorf. Oder der Mann, den alle nur „Pirat“ nennen, weil er nur noch ein Auge hat. Der Pirat ist quasi das Gegenstück der alten Hulda: ein einsamer alter Mann mit einem persönlichen Schicksal. Weil er zudem auch nicht der Schlauste ist, wird er regelmässig zum Gespött des Dorfes. Und plötzlich entschlossen dieselben Leute, die das ganze Jahr diesen Mann hinter seinem Rücken verspotteten, dass sie ihn an Heiligabend besuchen und mit allerlei Leckereien überraschen wollten. Sie erwarteten nämlich, dass Jesus ganz sicher diesen Mann als sein Gastgeber aussuchen werde.

Und kurz vor Weihnachten, da machte auch Doktor von Adelshausen mit einer überraschenden Meldung auf sich aufmerksam. Doktor Harald Hans-Joachim von Adelshausen ist kein Arzt, sondern sonst ein Doktor. Vielleicht nennt er sich auch nur so. Das weiss niemand so genau. Was aber jeder in unserem Dorf weiss: Er ist der reichste Mensch weit und breit! Dieser Doktor von Adelshausen verkündete kurz vor dem vierten Advent, dass er an Heiligabend auf seinem Anwesen für das gesamte Dorf ein wahrhaft unvergessliches Festessen organisieren werde. Ein reichhaltiges Buffet wurde angekündigt, Tanzmusik und für jeden Gast eine Überraschung. Der Eintritt sei frei, wer aber möchte, dürfe eine Spende entrichten, die man dann dem Ehrengast – selbstverständlich war damit Jesus gemeint – mitgeben wolle, für einen guten Zweck natürlich.

An Heiligabend trotzten viele der Dorfbewohner der wahrlich verlockenden Einladung des Herrn Doktors. Viele Leute sagten, dass sich der alte Geizkragen sonst auch nie um die Interessen von Hintertobelwald scherte, und dass er jetzt nicht an Weihnachten damit beginnen müsse. Zudem setze sich Jesus ganz sicher nicht zu so einem Abzocker an den Tisch. Also ein bisschen Bibelkenntnis zu haben, das trauten sich die erbosten Dorfbewohner zu.
Der Grossteil der Dorfbewohner verteilte sich auf die üblichen Verdächtigen: Vom Balkon unseres Hauses beobachtete ich, wie sich das ganze Dorf, wie bei einem Stern-OL, hin und her bewegte. Einige begaben sich zur Kirche, wo eine Helferin mit Sandwiches und Punsch wartete. Andere wanderten zum „Hexenhaus“ oder zur Hütte des Piraten. Allesamt trugen dicke Taschen oder prall gefüllte Körbe mit sich herum, was mich unweigerlich an die Legende der Heiligen Drei Könige erinnerte. Diejenigen Personen, welche sich zum Haus der Familie Tabakovic aufmachten, standen vor verschlossenen Türen. Das konnte ich von meinem Posten aus genau erkennen, denn das Haus der Familie Tabakovic stand nicht weit von unserem Haus entfernt. Die Tabakovics hatten ihr Haus bereits früher verlassen und sind in Richtung der Villa von Adelshausen aufgebrochen. Familie Tabakovic freute sich auf ein „Festmahl“, zu dem der reiche Doktor einlud, obwohl sie den Grund dafür gar nicht kannten.

Euch, lieben Lesern, ist sicher aufgefallen, dass ich zu Hause war. Ganz genau, ich hab mich dieser Völkerwanderung nicht angeschlossen. Zugegeben, nicht ganz freiwillig. Das heisst, obwohl mir das ganze Getue grausam widerstrebte, hätte ich mich wohl schlussendlich auch meinen Eltern angeschlossen und wäre mit ihnen zum „Hexenhaus“ gegangen. Einfach nur, weil ich noch immer etwas neugierig war, was den geschehen würde, und ob überhaupt etwas geschehen würde. Doch meine Eltern nahmen mir die Entscheidung ab. Kurz bevor wir aufbrechen wollten, hatten wir einen fürchterlichen Streit. Es ging darum, dass ich mein Zimmer aufräumen sollte, meine Zeit stattdessen mit Zocken vergeudet hätte. So stellten es meine Eltern dar. Aus meiner Sicht hatte ich mein Zimmer in genügendem Mass aufgeräumt. Aber meine Eltern sahen dies natürlich anders. Und als sie dann auch noch den für heute erwarteten Gast, also Jesus, ins Spiel brachten und mich freundlich darauf aufmerksam machten, dass er sicher keine Freude hat, wenn ich meinen Eltern nicht gehorchte, da platzte mir der Kragen. Wütend rannte ich aus dem Wohnzimmer hinaus und die Treppe hoch in mein Zimmer. Was ich auf halbem Weg mitkriegte, liess mich sofort innehalten. Ich knallte nämlich die Wohnzimmertüre hinter mir so heftig zu, dass sich Sekunden später ein lautes Klirren und Krachen hören liess.
Augenblicklich wusste ich, dass die wertvolle alte Blumenvase, welche auf der Kommode neben der Türe stand, auf den Boden gekracht und in tausend Splitter zerborsten sein musste.
Die Wohnzimmertüre wurde aufgerissen. „Komm sofort her“, schrie mein Vater. Kleinlaut und das Schlimmste erwartend, schlich ich zurück ins Wohnzimmer.
Auf dem Boden lagen tausende von Scherben, grosse und kleine Splitter, inmitten einer miefenden braunen Sosse, garniert mit den einst so herrlich aussehenden Blumen, welche jetzt wie leblose Körper auf dem Boden herumlagen.
Die darauf folgende – ich nenne es mal vorsichtig „Konversation“, erspare ich euch an dieser Stelle. Es endete damit, dass ich, ein bald 16-jähriger junger Mann, Hausarrest kriegte und dazu noch einen klaren und deutlichen Auftrag: Wenn meine Eltern zurückkommen, musste das Wohnzimmer perfekt aufgeräumt sein!
Als meine Eltern das Haus verliessen, starrte ich einige Minuten auf mein Kunstwerk am Boden. Natürlich war mir das alles nicht recht. Das hab ich nicht gewollt! Ich wusste, was ich zu tun hatte. Und ich würde alles blitzblank sauber putzen und auch mein Zimmer fertig aufräumen, denn meine Eltern sollten sehen, dass es mir wirklich Leid tat! Doch zuerst ging ich, meiner Neugierde folgend, auf den Balkon. Ich sah den Leuten zu, wie sie an unserem Haus vorübergingen, um dorthin zu gelangen, wo sie Jesus antreffen wollten.
Plötzlich durchfuhr mich ein schrecklicher Gedanke: „Meine Eltern hatten mich der Möglichkeit beraubt, Jesus zu sehen!“ Doch als nächstes dachte ich: „Es weiss ja überhaupt niemand, ob er wirklich kommt.“ – Ich selber hatte mir ja vorgenommen, bei diesem Theater nicht mitzumachen.

Plötzlich sah ich, wie eine Person unter der Laterne auf der gegenüberliegenden Strassenseite stehen blieb, und zu mir hochschaute.
„Hallo Peter“, rief der Mann mir zu. – „Hallo“, antwortete ich zögernd. Ich musterte den Mann, er war mir nicht auf Anhieb bekannt. Dann erinnerte ich mich, ihn schon einmal gesehen zu haben, nämlich vor ein paar Tagen, als ich mit Toby zusammen an einem Mofa herumschraubte. Da kam dieser Mann dazu und hat sich mit uns unterhalten. Er sei ein paar Tage hier in der Gegend, hatte er damals gesagt. Ich folgerte daraus, dass er im Bed & Breakfast bei Steiners wohnen müsse.
„Wieso bist denn du noch zu Hause?“, fragte mich der Mann und riss mich aus meinen Gedanken.
Ich zuckte mit den Achseln. Was sollte ich denn antworten? Eigentlich war es egal, was ich antwortete, die Wahrheit ging den Mann sowieso nichts an. „Das ist ‚ne lange Geschichte“, gab ich schliesslich zur Antwort, wahrheitsgemäss aber doch nicht allzu konkret. „Und ausserdem hab‘ ich auf den ganzen Rummel überhaupt keine Lust“, fügte ich an, was auch der Wahrheit entsprach. Seit diesen Träumen lief in unserem ruhigen Dorf alles aus dem Ruder. So hatte ich mir das mit dem „etwas mehr Leben im Dorf“ denn doch nicht vorgestellt. „Man könnte ja beinahe meinen, die Einwohner hier in Hintertobelwald zeigen ihren wahren Charakter, seit der ganze Rummel startete“, hörte ich den Mann unter der Strassenlaterne sagen. Diese Worte entsprachen genau meinem Gedankengang. Das verwirrte mich ein bisschen.
Und dass ich ihn danach auf einen heissen Tee ins Haus einlud, weil er und ich vom draussen stehen kalte Ohren kriegten, das verwirrte mich spätestens in dem Augenblick, als ich auf dem Flur zur Haustüre stand und mich mit Schrecken an das Fiasko im Wohnzimmer erinnerte. Ich zögerte, dem Mann die Tür zu öffnen. Aber jetzt konnte ich doch keinen Rückzieher mehr machen, denn schliesslich hatte ich ja eine Einladung ausgesprochen, oder?
Ich öffnete die Türe einen Spalt breit und sagte: „Hören Sie, es ist mir etwas peinlich, aber wir haben nicht wirklich aufgeräumt, also wenn Sie lieber später mal vorbei schauen möchten…“ Es war mir wirklich sehr peinlich, doch der Mann sah mich durch den Türspalt an, lächelte und sagte: „Da ist wohl so einiges zerbrochen worden heute Abend. Aber keine Angst, Peter, ich helfe Dir beim Aufräumen.“

Bevor ich mir darüber Gedanken machen konnte, wieso er scheinbar alles weiss, sassen wir bereits im Wohnzimmer, tranken Tee und sprachen über Gott und die Welt. Der Mann erklärte mir so einiges zu Themen wie „Nächstenliebe“, „Schuld“, „Vergebung“ und vieles mehr, auf eine Art und Weise, wie es unser Pfarrer in der Kirche niemals gekonnt hätte. Und während der ganzen Zeit waren seine Hände mit den Splittern der zerbrochenen Vase beschäftigt, als seien sie Teile eines dreidimensionalen Puzzles.
„Fertig“, sagte er plötzlich, stand auf und stellte die Vase wieder auf die Kommode neben der Türe. Die Vase sah aus, als wäre sie niemals auf den Boden gekracht. Vor Staunen blieb mir der Mund offen stehen. „Das ist ja ein Wunder!“, brachte ich mühsam hervor. Und der Mann entgegnete: „Dein persönliches Wunder!“ Dann trat er zum Wohnzimmer hinaus auf den Flur und ging zur Haustür. „Es wird Zeit für mich, zu gehen, Peter“, sagte der Mann, „mein Besuch in diesem Dorf ist nun vollendet.“ Er trat in die Nacht hinaus und entfernte sich. Ich schaute ihm nach, bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. Ich stand noch immer unter der offenen Türe, als meine Eltern vom Besuch im „Hexenhaus“ zurückkehrten. Sie schauten mich verdutzt an. „Geht’s dir gut, Peter?“, fragte mich meine Mutter.

Ja, liebe Leser, hier endet meine Geschichte. Ich glaube, die wichtigsten Dinge habe ich erzählt. Nur noch dies: Dank den vielen Besuchern erlebten sowohl die alte Hulda wie auch der Pirat ihren schönsten Abend seit vielen, vielen Jahren. Auch allen ihren Besuchern blieb dieser Weihnachtsabend in bester Erinnerung. Die Stimmung war, so wie man sich später noch lange erzählte, von einer wahrhaft ansteckenden Fröhlichkeit. Viele Leute haben sich ganz neu kennen oder schätzen gelernt.
Die Familie Tabakovic und die Familie von Adelshausen sind seit dem Heiligabend bestens befreundet. Wer hätte sowas noch vor wenigen Wochen gedacht!
Und die Leute in der Kirche? Die verbrachten mit Sandwiches und Punsch einen geruhsamen Abend in ihrer vertrauten Umgebung.
Doch dieser Jesus, den alle erwarteten, wurde nirgends gesehen.
Ich aber wusste bei mir, dass an diesem Abend mindestens eine Person von Jesus besucht wurde.

Ich wünsche Euch allen von Herzen ganz persönliche Begegnungen mit Jesus; nicht nur an Weihnachten, sondern wann und wie auch immer sie geschehen mögen!
And I pray for a changed heart, to walk with you, Lord, and never depart!
(Place of Skulls)
 
Beiträge: 335
Registriert: Mo 05.Nov 2007, 19:06
Wohnort: Right-now

Zurück zu Bard's home

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron