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Fluss des Vergehens

BeitragVerfasst: Di 03.Jul 2012, 11:49
von disciple
Die Blätter segeln sanft und heimlich
hernieder auf die kühle Haut
ein paar letzte Sonnenstrahlen
kämpfen sich durch's Geäst
um dein Antlitz zu wärmen
bevor sie verschwinden
im dampfenden nassen Laub

noch einmal plätschert der bach zeitlos vor sich hin
ohne zu wissen
ob hinter der nächsten biegung das eis ganz dünn
anfängt das geschehene zu beschließen

kein rufen kann den schöpfer mehr erreichen
nichts kann mehr gerrettet werden
wenn der wind durch das tal fegt
und die kleinen pflänzchen und verlorenen ästchen werden abgesägt