Fleisch essen

Forum für alles Sinnvolle und Sinnlose, das nichts oder nur wenig mit Metal zu tun hat. Amüsiert euch! / Forum for everything which makes little sense and has nothing to do with metal. Enjoy yourselves!

Re: Fleisch essen

Beitragvon punkrentner » Sa 05.Jan 2013, 23:05

Gaukler hat geschrieben:
punkrentner hat geschrieben:
noctua hat geschrieben:[..]10-Millionen Schweiz lese


So gehts dem Rest der Welt wohl auch. :mrgreen:

Man stelle sich nur vor: Ein, sich unkontrolliert vermehrendes Heer von Bürokraten, Oberlehrern, Verkehrskontrollenschikanierern, Radarfallen, Überwachungskameras, eiskalten Bankern, Tempo 60 auf allen Straßen Verfechtern, Gebühren/Steuern und Abgabenhorror, Imbisspreise von 20 € für eine einfache Pizza am Straßenrand....usw.


Naja eine zehn Millionen Schweiz gibts wohl nur wenn die Zuwanderung aus der dritten Welt (d.h. Deutschland) anhälft :mrgreen:


Mir gefällts in der dritten Welt auf jeden fall besser. :P
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Re: Fleisch essen

Beitragvon Shadrach » So 17.Feb 2013, 15:07

Man muß sich immer schon prophylaktisch schämen, dass man was von der "Achse des Guten" verlinkt, aber das ist dann doch mal ein denkwürdiges Statement:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/ ... mehr_pferd

Ich war ja erstaunt auf Wikipedia zu lesen, dass der Deutsche nur 50g Pferdefleisch im Schnitt p.a. ißt.
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Re: Fleisch essen

Beitragvon punkrentner » Fr 22.Feb 2013, 0:02

.....und was ist an der "Achse des Guten" so schlimm? Kenne die Seite überhaupt nicht!
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Re: Fleisch essen

Beitragvon Shadrach » Sa 23.Feb 2013, 17:42

Naja, rechtskonservativ. Was soweit nicht schlimm wär, wenns nicht so einseitig, ätzend und besserwisserisch / frontal antiislamistisch daherkäme.
Aber für manche Artikel lohnt sich auch so eine Seite zu lesen.
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Re: Fleisch essen

Beitragvon noctua » Sa 23.Feb 2013, 18:13

Shadrach hat geschrieben:Naja, rechtskonservativ. antiislamistisch

Also im Prinzip eine gute Sache :!:
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Re: Fleisch essen

Beitragvon Warrior » Sa 23.Feb 2013, 19:38

genau
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Re: Fleisch essen

Beitragvon Shadrach » So 24.Feb 2013, 18:18

Ich meinte wohl eher "antiislamisch"... seh da mal noch einer bei den Fachtermini durch...
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Re: Fleisch essen

Beitragvon mili » So 31.Mär 2013, 9:58

Da muss man realistisch sein...
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Re: Fleisch essen

Beitragvon Shadrach » Mo 30.Jun 2014, 16:25

Ui, das ausgerechnet dieser schön kontroverse Thread hier eingepennt ist... :shock:

Ich ernähr mich seit einer Weile "tierproduktreduziert", also punktuell bewußt vegan. Dabei stellt sich bei mir immer wieder mal die Frage, was "sachdienlich" vegan ist und inwiefern "kategorischer Veganismus" sinnvoll ist.
Um's verständlicher zu machen:


1. Veganismus ist ja kein Selbstzweck auch wenns einem bei manchen Leuten eher als Lifestyle-Add-On rüberkommt oder mancher es als Persönlichkeitsaufwertung durchzieht.
Wirklich "sachdienlich" ist, wenn man sich vegan ernährt, weil man die Tiertötung oder Tierhaltung für ethisch verwerflich hält, aus Umwelt- oder Gesundheitsgründen.
2. Die meisten Leute, die sich als Vegan bezeichnen, leben sehr kategorisch vegan, es werden also Tierprodukte ausgeschlossen ohne wenn und aber.

Nun frag ich mich, wo da eine gewisse Grauzone ist oder vielleicht sogar ein Toleranzbereich beginnen SOLLTE bzw. wie sachdienlich eben ein kategorischer Veganismus ist.

Beispiel: Ich war eine recht lange Zeit straight edge. Ich hab nicht beschlossen, straight edge zu werden, sondern hab schlichtweg auf Alkohol und Tabak verzichtet, weil es zu dem Zeitpunkt in meinem Leben eine tendenziell mißbräuchliche Rolle eingenommen hat und ich mit meinem Verzicht ein Zeichen dagegen setzen wollte. Mein Verhalten entsprach also der Grundidee des Straight-Edge-Seins, so dass ich mich selber auch als straight edge bezeichnete, um dem Kind einen Namen geben zu können.
Dabei hab ich aber festgestellt, dass es die Sache eher verkompliziert hat: die einen haben sich gewundert, dass ich Brandweinpralinen und Eierlikörtorte esse, die anderen, dass ich nicht vegan lebe. Der Kerngedanke von Straight Edge, der eben auch mein Grundgedanke dabei war, war also offenbar nicht kategorisch genug im Verständnis anderer. Keine Eierlikörtorte zu essen ist vielleicht für einen trockenen Alkoholiker wichtig, aber wär bei mir am Thema voll vorbeigegangen, weil man davon schlichtweg nicht besoffen werden kann.


Übertragen auf den Veganismus kann man also fragen:
1. Wo hört die Sinnhaftigkeit von Veganismus auf und wo fängt der vom grundlegenden Sinn entfremdete Veganismus aus Prinzip an?
2. Ist ein prinzipieller Veganismus aber vielleicht doch der beste Weg, weil er ein ständiges Abwäägen vermeidet und deshalb tatsächlich praktikabler ist?


Die Antwort dafür kann definitiv nicht allgemeingültig formulieren, weil sie auch einfach von den Beweggründen abhängt.

Aber wenn ichs auf mich beziehen würde, dann frag ich mich z.b.: Was mache ich, wenn mir ein Stück Fleisch angeboten wird? Grundsätzlich schmeckt mir Fleisch und es muß ja nicht in jedem Fall krankheitserregend sein, aber aus tier- und umweltfreundlichen Gründen möchte ich mich aus diesem "Konsumbereich" weitestgehend zurückziehen. Wenn ich das Fleisch nicht esse, verkommt es im schlimmsten Fall und es würde weder die Umweltbelastung rückgängig machen oder dem so oder so toten Tier das Leben nachträglich tierwürdiger gestalten. Wenn ich es nicht esse, hätte ich meinen grundlegenden Beweggründen also überhaupt keinen Dienst erwiesen.

Bei solchen Gedankengängen merke ich, dass ich wohl nie ein vollwertiger Veganer werden kann, weil es für mich eben nicht sinnvoll ist, in jeder Situation kategorisch auf Tierprodukte zu verzichten.
Aber wie sehen das andere, vor allem eben richtige Veganer? Verliert man sich vielleicht zu sehr im Detail und Grübeln, wenn man bei jeder veganen Entscheidung über die unbedingte Zweckmäßigkeit nachdenkt?

(Viel Spass beim Rausfinden, was denn jetzt eigentlich wirklich überhaupt die Frage war... :mrgreen: )
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Re: Fleisch essen

Beitragvon trypanosoma » Mo 30.Jun 2014, 17:45

Ich glaube, du wirst in diesem Forum kaum richtige Veganer finden, die dir die Frage beantworten können ;)

Ich ernähre mich seit fast 15 Jahren ohne Fleisch und habe mir ab und zu ähnliche Fragen gestellt. Im Schnitt bin ich kompromissärmer geworden. Während ich zu Anfang noch die Salami von der Pizza nehmen oder die Fleischbrocken aus der Soße zurück in den Topf tun konnte, komme ich mit dem Geschmack, den diese Dinge trotzdem hinterlassen, mittlerweile überhaupt nicht mehr klar - ich schmecke dann nichts anderes mehr. Den Appetit auf Gummibärchen & Co. hat mir die wiederholte Beschäftigung mit Tierhaltung etc. mit der Zeit einfach verhagelt. Bei Soßen und Fertiggerichten schaue ich automatisch nach Zutaten wie Hühnerfett, bevor ich sie kaufe. Nur ein Paar Lederstiefel besitze ich noch. Gibt halt kein besseres Material ;)

Im Prinzip finde ich es für mich einfacher, möglichst klare Regeln zu haben. Die kannst du aber auch haben, wenn du Ausnahmen einbaust.

Mein Mitbewohner z.B. kauft sich nie selbst Fleisch. Wenn er aber beim Containern was findet, beim Imbiss ein halber Döner auf dem Nachbartisch liegt, beim Grillen was übrig bleibt oder er auf Familienfeiern ist, isst er es. Das finde ich mindestens genauso sinnvoll wie mein Konzept. So werden auch die übrig gebliebenen Wurstbrötchen, die die Cafete abends in die Tonne kloppt, noch verwertet.

Du kannst für dich auch die Regel aufstellen, dass du besiegeltes Fleisch (Bio, demeter o.ä.) isst. Das mache ich mit Eiern und Milchprodukten so, wenngleich ich da außer Haus nicht so konsequent bin.

Einen wichtigen Punkt finde ich, sich selbst da nicht zu ernst zu nehmen. Ein vollkommen tierleidfreier Lebensstil ist meiner Meinung nach ziemlich unmöglich, genauso wenig wie 100% Fairtrade-Produkte zu kaufen, komplett auf PKWs oder Verpackungsmüll zu verzichten usw. Ich finde auch nicht, dass ich mich schuldig fühlen muss, wenn ich es nicht schaffe, 100% ökologisch und sozialverträglich zu leben. Meiner Meinung nach sind vor allem Politik und Wirtschaft in der Verantwortung, den Markt so zu gestalten, dass Mensch und Tier nicht unter der Produktion leiden und die Erde noch ein paar Jahre hält. Mein Verhalten mag das ein oder andere Huhn davor bewahren, überhaupt geboren werden zu müssen, aber am großen Ganzen ändert es nicht so viel, als dass ich mir über jeden Keks den Kopf zerbrechen muss.
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Re: AW: Fleisch essen

Beitragvon Antestor » Mo 30.Jun 2014, 20:56

Shadrach, fragst du dich das wirklich selbst oder fragst du für wen anders?

Wie dem auch sei. Das meiste ist dazu hier ja schon geschrieben worden. Mittlerweile halte ich den veganen Lebensstil nicht mehr für etwas ursprüngliches,sonder eher für etwas skurriles und auch irgendwie versnobtes. Der durchschnittliche Arbeiter kann sich diesen Stil gar nicht leisten aus Zeit- oder Geldgründen. Die meisten Veganer die ich kenne sind arbeitslos, Stars oder Studenten. Sie haben entweder zuviel Geld oder zuviel zeit. Ich habe von keinem zuviel.

Und wie trypa gesagt hat: Wer die unbedingte Unversehrtheit aller Tiere als höchstes Gut hat, der darf sich im Prinzip nichr mal bewegen und Autofahren schon gar nicht.
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Re: Fleisch essen

Beitragvon Shadrach » Mi 02.Jul 2014, 14:26

Öhm, ja, das frag ICH mich wirklich. :shock: :mrgreen:
Wieso?

Danke für die Antworten. Das war doch jetzt schon sehr gehaltvoll. :D
Ein radikaler Verzicht geht eben wirklich oft am eigentlichen Sinn vobei. Für mich allein zu haus ist das alles recht übersichtlich: da kauf ich eben Produkte, bei denen ich drauf achte, dass es frei von tierischen Bestandteilen ist. Kniffelig wirds aber, sobald man mal was geschenkt bekommt oder eben auswärts ist.
Gerade auf Arbeit bleibt viel übrig und wird weggeschmissen, da wär ein Fleischverzicht schon fast verantwortungslos.
Sicher, man kann da klarmachen, dass für einen nicht carnivor mitgekocht wird, aber wenn am Ende ein Topf voller Würste übrigbleibt, ists bescheuert, dass in den Müll wandern zu lassen aus Prinzip. Ich glaub trotz aller Gräuel und Fleischskandale gehör ich jedenfalls nicht zu den Menschen, die Dauerhaft einen Ekel gegen Fleisch entwickeln können. Aber vielleicht irre ich mich da auch...

Ein anderes Ding ist aber die Überlegung, mit seinem Verzicht ein gewisses Zeichen zu setzen oder andere Leute zu ermutigen. Das ist vielleicht der eigentliche Kern meiner Frage, wie radikal man da sein sollte und ob ein kategorischer Veganismus wirklich Sinn ergibt.
Wenn man ständig Wurstreste und containerte Stopfleber in sich reinhaut, kann man seiner Umwelt vielleicht eher schwerlich kommunizieren: "Guck mal, fleischfreie Ernährung ist voll easy!"
Oder ist vielleicht dieser "Missionierungsgedanke" sowieso das große Problem, dass Veganer oft eher belächelt werden?
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Re: Fleisch essen

Beitragvon trypanosoma » Mi 02.Jul 2014, 15:03

Hmm, gute Frage. Da hab ich keine Antwort drauf.

Ich denke aber, mit Verzichten und Etwas-nicht-tun ermutigt man sowieso nur schwerlich Leute. Wenn, dann mit dem Positiven. Also:
- mit Fahrrad fahren statt mit Nicht-Auto-fahren
- mit Baumwollbeutel statt mit keiner Plastiktüte
- mit Soulbottle, Emil, Sigg-Flasche o.ä. statt mit keiner PET-Flasche
- mit leckerem vegetarischem Essen statt mit keinem Fleisch

Positive Alternativen bringen auf Ideen und machen neugierig. Ich glaube, noch niemand ist dazu kommen, über sein Konsumverhalten nachzudenken und mal was Neues auszuprobieren, während er beobachtet hat, wie jemand gerade kein Auto fährt, dabei keine Plastiktüte trägt, aus keiner Plastikflasche trinkt und kein Fleisch isst.
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Re: AW: Fleisch essen

Beitragvon Antestor » Mi 02.Jul 2014, 21:44

Zum Thema Ekel auf Fleisch: Bei mir war es zu Anfang so, dass ich manchmal noch Fleisch gegessen hab ohne es zu merken,z.B in der Suppe... eben weil der Fleischgeschmack immer präsent war. Heute ist das anders... Wenn irgendwo Fleisch drin ist, schmecke ich das sofort und es kommt mir komisch vor... nicht wirklich eklig, eher komisch...

Das "Essen weils weg muss" ist mir auch suspekt. Ob das Zeug nun auf dem Kompost verrottet oder inmeinem Magen... wo ist der Unterschied? Nächstes mal weniger kaufen würde mehr bringen...

Auswärts... ess ich im Zweifelsfall Salat. Den gibts fast überall. Ich erwarte nicht, dass man auf mich Rücksicht nimmt. Es ist mir eher unangenehm wenn ich mich irgendwo erklären muss warum ich bei "will noch jemand ne wurst" eher zurückhaltend bin. Ich brauche dafür weder Mitleid noch Anerkennung. Im täglichen Leben ist diese Einstellung so verinnerlicht, dass ich sie selbst kaum noch wahrnehme oder hinterfrage...

Kochst du eigentlich gern?
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Re: AW: Fleisch essen

Beitragvon Shadrach » Fr 04.Jul 2014, 0:06

Antestor hat geschrieben:Das "Essen weils weg muss" ist mir auch suspekt. Ob das Zeug nun auf dem Kompost verrottet oder inmeinem Magen... wo ist der Unterschied? Nächstes mal weniger kaufen würde mehr bringen...


Hmm, ich finds schon nicht so toll, Zeug wegzuschmeissen, wenns noch essbar ist. Spart Geld und Ressourcen. Weniger Kaufen ist halt einfacher gesagt als getan, wenn man für vielleicht 15 Leute kocht. So oder so werden da zwei Großpackungen Würste in die Suppe geknallt, da fängt ja der Koch / die Köchin nicht an, nach anderen Packungsgrößen Ausschau zu halten, weil feststeht, dass es nicht circa 15 Esser sind, sondern nur circa 14.
Nicht umsonst werden ja gerade Büros als "Wegwerfherd No. 1" bei der Kritik in Bezug auf Lebensmittelvernichtung angeführt. Da kann man natürlich sagen: Dieses Problem müßte von der Wurzel her aufgerollt werden und ich kann als Tierproduktverächter nicht die Verantwortung übernehmen für den Verderb eben solcher tierischer Produkte. Aber wenn das sonst allen scheissegal ist, stellt sich für mich schon die Frage, ob ich nicht wenigstens die Auswirkung der Problematik mit eindämmen kann. Indem ich mir z.B. ne kalte Wurst mit dick Senf runterschlonze, statt mir ne neue Packung "Alte Matratze Art Wiener Würstchen" aufmache. :mrgreen:

Klingt jetzt alles n bissl kleinkariert, aber da ich die meisten Nahrungsmittel eben auf Arbeit zu mir nehme, frag ich mich da schon sehr, was ich da für eine Rolle zu spielen hab. Und da kommt natürlich auch wieder dieser schwurbelige "Vorbild" Ding dazwischen.
Aber ihr habt recht: das demonstrativ nach außen zu kehren ist sowieso sinnlos und eher peinlich; insgesamt sowieso überhaupt nicht mein Ding, den Leuten mit irgendwelchem Verhalten einen neuen Lebensentwurf aufmissionieren zu wollen...

Antestor hat geschrieben:Kochst du eigentlich gern?


Schon. Nicht viel, nicht besonders gut oder aufwändig, aber es macht mir Spaß und ich nehm mir sogar gerne ein wenig Zeit, es ganz allein für mich zu machen. Maggi und Tiefkühlpizza sind sowieso schon seit Ewigkeiten nicht mehr meins und Süßigkeiten ess ich mittlerweile auch nur noch selten. Sieht man mir alles nicht an, ich weiß... :mrgreen:
Aber die ganze Angelegenheit "mit ohne Tier" ist jetzt keine wirklich große Umstellung für mich, zumindest in meinen eigenen 4-Wänden. Muß mir zwar auf Dauer noch n paar neue Gerichte in die Dauerrotation packen, aber ich sitz jetzt nicht jeden Abend vor der leeren Pfanne und verzweifle bei der Frage: "Was für einen Fleischersatz brätst Du Dir jetzt an?"
Ich hab jedenfalls 0 Bock auf Veganer-Versand und irgendwelche Ersatzprodukte, die wie Chickenwings aussehen, aber wie Lebkuchen schmecken... :mrgreen:
Lediglich an Käseersatz werd ich mich mal rantasten, auch wenn ich eher erwarte, dass es schmeckt wie verdicktes Schmiermittel. Aber vielleicht gibts da ja ne Empfehlung, was man sich da am besten antut. Oder ob mans gleich lieber selber bastelt.
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