Worthaus zu christen und der schwulen Frage

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Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon mortige » So 19.Apr 2015, 10:33


Ein Thema, was immer noch spaltet und für viel Leid sorgt.
Was haltet ihr von dem Vortrag?
Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will (F.Roosevelt)
Zitat Freiburger:" Der Mortige muss ganz schön intelligent sein, wenn man seine Kommentsre im Forum so liest"
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon Elon » Di 21.Apr 2015, 21:44

in vielen Punkten stimme ich ihm überein. Gerade was der seelsorgerliche Umgang mit dem Thema betrifft. Da hat sich die Christenheit definitiv auf schlimmste versündigt.
Vielleicht 2 oder 3 Punkte sehe ich anders, aber im Grossen und Ganzen bin ich seiner Meinung.
Es gibt immer zwei Meinungen: Meine und die Falsche. :D
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon mortige » Mi 22.Apr 2015, 6:11

Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will (F.Roosevelt)
Zitat Freiburger:" Der Mortige muss ganz schön intelligent sein, wenn man seine Kommentsre im Forum so liest"
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon Elon » Mi 22.Apr 2015, 12:32

ein großes Problem der Argumentation des Redners ist , dass er ja sagt, dass unsere Form von Homosexualität heute so nicht in der Bibel vorkommt und die paar wenigen STellen der Bibel eher anders zu deuten sind (in Richtung Knabenschänder z.B.)
Das mag man ja so stehen lassen können, doch das heisst dann noch lange nicht, dass deswegen "unsere Form von Homosexualität" deswegen kein Problem darstellt. Nur weil die Bibel davon nichts erwähnt, bzw. die Kulturen damals eine feste Beziehung von Homsexuellen nicht kannten, bedeutet es nicht, zwangsläufig, dass es deswegen von Gott her kein Problem wäre.
Die Bibel sagt ja auch nichts über Pornographie, das heisst noch lange nicht, dass es kein Problem ist.

Und seine Auslegung der Römerstelle finde ich auch ein wenig zweifelhaft, genauso wie das Argument mit dem Sperma "an einen Mann zu verschwenden", weil man damals nicht wusste, wie viel Sperma ein Mann produzieren kann.
Denn wenn Gott das Gebot gegeben hat, ein Mann soll nicht bei einem Manne liegen wie bei einer Frau, dann gehe ich ja davon aus, dass Gott sehr wohl weiss, dass ein Mann massig an Sperma produzieren kann. Diese Ansicht mag vielleicht auf
andere Kulturen damals zutreffen, aber nicht auf die Jüdische, sofern ich davon ausgehe, dass die Gebote so wirklich von Gott kommen und nicht eine "Erfindung" des Judentums sind, wie ja manche liberalen Theologen behaupten.
(Manche sind der Meinung, dass die Gebote erst nach dem Exil oder während des Exils in Babylon aufgeschrieben wurden, sprich in der Reflektion der Vergangenheit und der Auseinandersetzung mit anderen Religionen).
Und dieser Meinung kann ich nicht zustimmen. Wenn Gott das Gebot gegeben hat, dass ein Mann nicht mit einem Mann Sex haben soll, dann nicht deswegen, weil man damals nicht wissen konnte, wie viel Sperma ein Mann produzieren kann.

Und zur Römerstelle: Paulus spricht ja nicht die dekadente Oberschicht Roms an, sondern schreibt an Christen. Und Römer 1-3 stellt ja eher ein "Gesmatentwurf/Überblick" über den Menschen unter der Sünde. Es geht weniger um konkrete Personen, sondern um den Fall der gesamten Menschheit.

Aber nichts destotrotz bin ich seiner Meinung, dass wir uns verschuldet haben, indem wir zu sehr mit dem Finger auf Homosexuelle gezeigt haben. Wenn man vergleicht, wie oft die Bibel über Stolz, Geiz oder onderes redet und wie selten über Homosexualität, dann steht das wirklich in keinem Verhältnis damit, wie in manchen evangelikalen Kreisen mit diesem Thema umgegangen sind /umgehen.
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon Freiburger » Mi 22.Apr 2015, 14:07

Warum wird eigentlich nicht so leidenschaftlich drüber diskutiert, ob Christen Shrimps/Krevetten/Hummer essen dürfen (3. Mose 11, 9-12)?
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon Checka » Mi 22.Apr 2015, 15:08

weil das niemanden betrifft; niemand das zeugs mag? :twisted:
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wo ist der gott den du mir bringst
auf deinen horizont niedersingst?
du reichst ihn mir in deiner hand,
klein, durchschaut und ganz erkannt.
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon Freiburger » Mi 22.Apr 2015, 16:32

Shrimps-Esser gibt es in jeder Gemeinde, auch wenn das meistens unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit läuft. Aber wehe, jemand in Führungspositionen gibt öffentlich zu dass er Krabbenbrötchen mag, der wird ganz schnell abgesägt. "Entweder die Meeresfrüchte oder die Jugendarbeit, eins davon musst du aufgeben!"
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon punkrentner » Do 23.Apr 2015, 1:19



Dürfte wohl ein ähnlich gelagertes Problem sein.

---> http://www.sueddeutsche.de/bayern/jobve ... -1.2193358

Wobei das Interview schon erkennen lässt, das bei der Dame wenig bis gar keine Einsicht vorherrscht. Hier seh ich noch mal einen Unterschied zur entlassenen Hortleiterin, welche lediglich in Ihrem Privatleben nicht "vorbildlich" gelebt hat.

Julia Pe Punkt allerdings hat sich in die Öffentlichkeit begeben. Das könnte ernsthafte Komoplikationen geben. Ich kenne eine junge Dame, welche vor ein paar Jahren der gleichen "Freizeitgestaltung" nachging und das manchmal heute noch tut. Nun ist diese heute als Lehrerin tätig.
Zwischenzeitlich hat sich in Ihrem Freundes und Bekanntenkreis (und bei so manch anderem in Ihrer Altersklasse in der Stadt) allerdings herumgesprochen, was sie so als Nebenerwerb betreibt. Es gab Fälle, da wurde sie auf der Straße von einigen Kerlen Ihres Alters auf Ihre "Tätigkeit" angesprochen und mit einem schmierigen Grinsen nach einem Autogramm gefragt. Worauf sie wohl die Nerven verloren haben muss. Jetzt stellen wir uns mal vor, was erst passieren mag, wenn diese gewissen Videos (welche man relativ einfach via google findet, wenn man weis, welchen "Künstlernamen" man eigeben muss) auf den Handys der Schüler auf dem Pausenhof auftauchen....
Wie soll diese Frau noch unterrichten, wenn Ihre Schüler erst mal wissen, ....Schlimmer gehts doch eigentlich nicht mehr.
Zuletzt geändert von punkrentner am Do 23.Apr 2015, 1:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon punkrentner » Do 23.Apr 2015, 1:24

Elon hat geschrieben: Die Bibel sagt ja auch nichts über Pornographie, das heisst noch lange nicht, dass es kein Problem ist.


Nun, alleine schon das Wort PORNO stammt aus dem griechischen "porneia" und bedeutet: HUREREI. :idea:
Darüber sagt die Bibel wirklich so einiges aus. Sie setzt "Hurerei" mit Götzendienst gleich. Von daher..... (neutral zitiert)
Zuletzt geändert von punkrentner am Do 23.Apr 2015, 1:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon punkrentner » Do 23.Apr 2015, 1:27

Elon hat geschrieben: Aber nichts destotrotz bin ich seiner Meinung, dass wir uns verschuldet haben, indem wir zu sehr mit dem Finger auf Homosexuelle gezeigt haben. Wenn man vergleicht, wie oft die Bibel über Stolz, Geiz oder onderes redet und wie selten über Homosexualität, dann steht das wirklich in keinem Verhältnis damit, wie in manchen evangelikalen Kreisen mit diesem Thema umgegangen sind /umgehen.


So siehts aus. :idea:

Im übrigen erinnere ich mich an eine Aussage von Franziskus I (also dem aktuellen Papst) welcher sagte:

"Wenn da einer ist, der homosexuell ist, aber den Herrn von ganzem Herzen sucht. Wer bin ich, ihn zu verurteilen..."
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon punkrentner » Do 23.Apr 2015, 1:31

Freiburger hat geschrieben:Shrimps-Esser gibt es in jeder Gemeinde, auch wenn das meistens unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit läuft. Aber wehe, jemand in Führungspositionen gibt öffentlich zu dass er Krabbenbrötchen mag, der wird ganz schnell abgesägt. "Entweder die Meeresfrüchte oder die Jugendarbeit, eins davon musst du aufgeben!"


Ein Problem, welches sich sehr einfach lösen lässt. Alle Shrimps und Krabbenrötchen zu mir. Und Ihr könnt Eure Posten behalten.^^
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon Shadrach » So 11.Okt 2015, 20:44

Ich hab es selber noch nicht gelesen, aber so einigen Rezensionen nach zu urteilen, hat der jüngst verstorbene Storch ein sehr großartiges Buch zu dem Thema geschrieben. Großartig deswegen, weil er es wohl tatsächlich geschafft hat, ein sehr ausgewogenes Buch zu schreiben, dass es in der Form schlichtweg vorher nicht gegeben habe dürfte im christlichen Lager.
Storch war ein sehr bedachter und extrem liebevoller Mensch, deswegen ist es umso schöner, dass er sich eines so vorbelasteten Themas angenommen hat.

http://www.amazon.de/Homosexualit%C3%A4 ... 3865067417
Norway, it's beautiful. It's like New Zealand only just grimmer. Fenriz
Das ist meine Vorstellung der Hölle: Man bekotzt sich in einer Endlosschleife. Lemmy
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Re: Worthaus zu christen und der schwulen Frage

Beitragvon Antestor » So 11.Okt 2015, 22:03

Die Interviews, die kurz vor seinem Tod aufgezeichnet wurden,sind auch sehr interessant. Leider wurde sein Blog mittlerweile aus dem Netz entfernt. :shock:

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